WLE-Strecke Münster – Sendenhorst: Sorge um Starttermin 2025

Viele Bürger*innen sorgen sich darum, ob die WLE-Strecke Münster – Sendenhorst wirklich bis 2025 wieder in Betrieb gehen kann. Durch die genehmigte Landesförderung in Höhe von 4,3 Millionen für die Reaktivierung könnte es vorwärts gehen – doch ob der Plan für 2025 eingehalten werden kann?

Die Bezirksregierung Münster hatte im Jahr 2020 das durch die Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH (WLE) beantragte Planfeststellungsverfahren für die Reaktivierung der SPNV WLE-Strecke Sendenhorst – Münster eingeleitet. Doch sowohl Bürger*innen als auch kommunale Unternehmen sowie die IHK zweifeln an der Umsetzung der Reaktivierung bis 2025. Zur kurzfristigen Umsetzung der Maßnahmen fordert die IHK Nord-Westfalen in einem Diskussionsbeitrag die “Benennung eines politisch legitimierten Projektbeauftragten aus der Region mit der Zielsetzung, die Interessen der Stadt Münster und des Münsterlandes gegenüber den übergeordneten Planungs- und Entscheidungsträgern mit Nachdruck zu vertreten.”

Mit der WLE wird ein wichtiger Bestandteil der Münsterland-S-Bahn umgesetzt. Die WLE ist ein zentraler Baustein der besseren ÖPNV-Verbindung zwischen dem Münsterland und der Stadt Münster. Weitere Verbesserungen des ÖPNV müssen folgen. Wichtig ist nun, dass die weiteren Schritte zügig angegangen werden: Im Hauptbahnhof muss die erforderliche Bahn-Infrastruktur wie Gleistechnik, Treppenaufgänge und die Bahnsteigdächer durch die DB geschaffen werden. Die GRÜNEN hatten sich als erste für die Reaktivierung der Strecke eingesetzt und streiten seit den 90er Jahren dafür.
Landtagsabgeordnete Robin Korte und Ratsherr Carsten Peters,
verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion

Die Stadt Münster rechnet mit Baukosten (für die Haltepunkte) von insgesamt 4,6 Millionen Euro und hofft, 3,8 Millionen Euro an Fördermitteln erhalten zu können, sodass beim Haushalt der Stadt ‚nur‘ 800 000 Euro hängenbleiben würden. Jetzt ist jedoch klar: 4,3 Millionen Euro wird vom Land NRW zugesteuert, und die Kosten für die Stadt Münster reduziert sich dadurch nochmals. Doch der Nachdruck nun aus politischer Sicht, jetzt zu handeln, fehlt. Die Bürger für aktive Kommunalpolitik (BfA) in Sendenhorst beklagen dies bereits sei Anfang des Jahres.
“Wo bleibt dieser Nachdruck bei der Realisierung der WLE-Reaktivierung aus und in  Sendenhorst?“, fragten die BfA-Partei erneut in ihrer jüngsten Fraktionssitzung. Bereits am 9. Juni hatten die BfA. in der Sitzung des Hauptausschusses auf einen Artikel der “Westfälischen Nachrichten” (WN) vom 28. Mai 2022 hingewiesen, in dem die “Ersten Entwürfe für fünf neue Haltepunkte” entlang der WLE-Eisenbahntrasse vom Hauptbahnhof Münster bis Münster-Wolbeck vorgestellt worden waren. In dem WN-Artikel heißt es, dass die Stadtverwaltung Münster in der nächsten Ratssitzung die Planung und zum Bau der Haltepunkte Halle Münsterland, Loddenheide, Gremmendorf,  Angelmodde und Wolbeck – mit Vorentwürfen und Visualisierungen – präsentiere werde. 

Das Planfeststellungsverfahren, das derzeit bei der Bezirksregierung liegt, wird durch aktualisierte Gutachten beschleunigt vorangetrieben. Nun müssen alle beteiligten Akteure eng zusammenarbeiten, um gemeinsam ein wichtiges Angebot zum Umstieg vom PKW auf den ÖPNV anzubieten. Bei den Grünen freut man sich über die hohe Förderung des Landes: “Es geht voran mit der WLE. Wir freuen uns über die Bewilligung von 4,3 Millionen Euro für die Reaktivierung der Bahnstrecke Münster – Sendenhorst durch das Land NRW. Damit kommt Schwung in die Sache und die Wiederaufnahme des Fahrbetriebs ab 2025 ein ganzes Stück näher”, machen der Landtagsabgeordnete Robin Korte und Ratsherr Carsten Peters, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion, deutlich.