Kommentar: RRX-Züge im VRR

Ein kleines Fazit schon Mal zu Beginn: die Fahrzeuge sind auch zwei Jahre nach Einsatz für das Netz im Ruhrgebiet absolut ungeeignet.
 
Wir können die Kapazitäten zwischen dem RE1 und RE4 nicht hinreichend variieren. Eine Doppeltraktion ist für den RE4 fast schon zu lang, eine Einzeltraktion ist zu kurz. Die einstöckigen Einheiten sind absolute Platzverschwendung. Wir können die Züge bei Bedarf nicht verlängern. Einerseits wegen der technischen Gegebenheiten, andererseits wegen der Fahrzeuglänge. Gottseidank haben wir aber im Ruhrgebiet aber ohnehin eine Verkehrspolitik die sich Mühe gibt, dass die Fahrgastzahlen auf der Schiene nicht steigen.
 
Es gibt moderne Doppelstockzüge, bei denen Kapazitätsanpassungen deutlich flexibler umzusetzen sind, z.B. Twindexx von Bombardier. Die Desiro HC sind unflexibel in Hinsicht auf die Bahnsteighöhen. Bei Bahnsteigen mit einer Einstiegshöhe unter 55cm können sie nicht halten, eine Umleitung über die rechte Rheinstrecke ist damit verunmöglicht.
 
Im Konzept der RRX-Zielnetzes mögen die Fahrzeuge sinnvoll sein – aber 2035 sind sie schon fast veraltet. Für die 17 Jahre bis dahin sind die Fahrzeuge absolut ungeeignet.

Foto: Erich Westendarp (Symbolbild)