Lärmschutzwände in Gladbach kommen später

Anwohner am Bahnhof in Wickrath (südliches Mönchengladbach) müssen sich weiter auf die geplante Lärmschutzwand gedulden. Wie die Bahn die Verschiebung des Baus der lange angekündigten Wände erklärt.

Das die Züge des öfteren zu spät sind, ist nichts neues. Doch auch geplante Bauvorhaben bei der Bahn betrifft diese Serie an Verspätung nun auch. Darunter geplante Aufzüge (z.B. in Duisburg-Schlenk, der seit 2020 fertig sein sollte) oder die entsprechenden Lärmschutzwände in Mönchengladbachs Bahnhof Wickrath.
Die Deutsche Bahn hat der Stadt in einem Brief mitgeteilt, dass die geplanten Lärmschutzwände in „den nächsten Jahren“ nicht fertig gestellt werden können. Als Begründung sagt die Bahn, wird die vom Bund zugesicherte Finanzierungszusage nicht „zeigrecht“ eingehalten, sodass die Ausschreibungen der Bauarbeiten bereits im letzten Herbst gestoppt wurden. 

Geplant war die Fertigstellung der zwei Lärmschutzwände bereits im Jahr 2020. So wurde das auf der Info-Veranstaltung im Oktober 2018 vorgetragen. Die Schallschutzwände sollen auf einer Länge von 8 km aufgestellt und Wohnungen mit Schallschutzfenstern ausgestattet werden. Das betrifft vor allem die Stadtteile Hardterbroich, Stadtmitte, Dahl und Wickrath. Bei der damaligen Info-Veranstaltung wurde mitgeteilt, dass die „DB Netz AG bis Jahresende die entsprechenden Unterlagen beim Eisenbahnbundesamt zur Plangenehmigung einreichen, um den Zeitplan für den Bau der sechs Schallschutzwände in 2020 einzuhalten.“ Doch daraus wird jetzt nichts mehr.

Eine Lärmschutzwand in Bottrop (Symbolbild).

Im September letzten Jahres hieß es noch im Mobilitätsausschuss des Rates der Stadt, die beiden Wickrather Wände sollen aus dem Paket als erstes ab 2022 gebaut werden. Da die Bauarbeiten mit Sperrpausen für den Zugverkehr auf der Strecke gekoppelt sind, damit Bauarbeiten an den befahrenen Gleisen vorgenommen werden können, muss ein Vorlauf von mindestens drei Jahre eingehalten werden. Daher sei ein Baubeginn der Lärmschutzwand erst „frühestens 2025“ zu erwarten. Die drei weiteren geplanten Lärmschutzwände (1065 Meter zwischen „Hofstraße“ und „Cecilienstraße“, 620 Meter ab der „Hohenzollernstraße“ in Richtung „Graf-Haeseler-Straße“, und auf der gegenüberliegenden Seite 875 Meter zwischen „Am Woltershof“ und „Graf-Haeseler-Straße“) sollten laut dem jüngsten Bescheid der Bahn ab 2024 „in die Umsetzung“ gehen. Den für Dezember 2021 vorgesehenen Start für die Arbeiten der zwei Aufzüge im Rheydter Bahnhof, hat die Bahn auf unbestimmte Zeit verschoben, teilte ein Bahnsprecher auf Nachfrage der Rheinischen Post mit. Somit ist auch weiterhin der Bahnhof nicht barrierefrei nutzbar.