Tag der Verkehrssicherheit: PKW-Unfälle Spitzenreiter

Beim Pendeln mit dem Zug oder der  Straßenbahn kommt es nur selten zu meldepflichtigen Verkehrsunfällen. Daran ändert auch das Unglück zuletzt in Garmisch Partenkirchen nur wenig. Darauf weist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) anlässlich des Tags der Verkehrssicherheit heute hin. Der „Tag der Verkehrssicherheit“ wurde 2005 vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) ins Leben gerufen. Er findet jedes Jahr am dritten Samstag im Juni statt. 

Auto führt Statistik an, Fahrrad dicht dahinter

Wie eine statistische Auswertung des Verbands der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen für die Jahre 2016 bis 2020 nun zeigt, entfallen bei Weitem die meisten meldepflichtigen Verkehrsunfälle im Straßen- und Schienenverkehr auf das Auto zurück, dicht gefolgt vom Fahrrad. Unfälle mit Pkws und motorisierten Zweirädern sind laut der Statistik die häufigste Ursache dafür, dass Menschen auf dem Weg zur Arbeit ihr Leben verlieren. Für 2020 liegen zudem erstmals Daten zu Unfällen mit Pedelecs und e-Scootern vor.

Zahl der Unfalltoten ist rückläufig, aber noch keine Entwarnung

Wie eine statistische Auswertung des Verbands der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen für die Jahre 2016 bis 2020 nun zeigt, entfallen bei Weitem die meisten meldepflichtigen Verkehrsunfälle im Straßen- und Schienenverkehr auf das Auto zurück, dicht gefolgt vom Fahrrad. Unfälle mit Pkws und motorisierten Zweirädern sind laut der Statistik die häufigste Ursache dafür, dass Menschen auf dem Weg zur Arbeit ihr Leben verlieren. Für 2020 liegen zudem erstmals Daten zu Unfällen mit Pedelecs und e-Scootern vor.

Zwar kann man der Statistik auch entnehmen, dass die Zahlen von Verkehrstoten rückläufig ist, aber dass das Auto weiterhin Spitzenreiter bei den Todeszahlen ist. Laut den Daten der DGUV ereigneten sich im Straßenverkehr und Schienenverkehr insgesamt rund 565.000 meldepflichtige Unfälle auf dem Weg zur Arbeit in den Jahren 2016 bis 2020. Etwa die Hälfte davon (267.442) waren Unfälle allein mit Autos. Auf das Fahrrad entfielen 128.029 Unfälle, auf motorisierte Zweiräder 36.421. Zu Fuß waren 31.007 Versicherte unterwegs, die ebenfalls einen Unfall auf dem Weg zur Arbeit hatten. Dagegen verunfallten nur 4.533 Pendler in einem Linienbus, 1.212 in einem Zug, in der U-Bahn oder Straßenbahn. Für 2020 liegen erstmals auch Zahlen für Unfälle mit elektrisch betriebenen Kleinfahrzeugen vor: 847 Wegeunfälle ereigneten sich demnach mit E-Bikes und Pedelecs und 504 Wegeunfälle mit einem e-Scooter. Die Unterschiede zwischen den Verkehrsmitteln betreffen nicht nur die meldepflichtigen Wegeunfälle, sondern auch die tödlichen Wegeunfälle. Statistisch gesehen waren demnach 7 von 10 tödlichen Wegeunfällen im Straßenverkehr zwischen 2016 – 2020 Unfälle mit dem Pkw oder einem motorisierten Zweirad. Zum Vergleich: nicht einmal ein Prozent der tödlichen Wegeunfällen entfiel auf die Verkehrsmittel Bahn oder Bus.

ÖPNV & Rad brauchen mehr Sicherheit und Anreize

„Die Verkehrswende birgt auch das Potenzial für mehr Sicherheit auf dem Weg zur Arbeit“, sagt DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Hussy. „Ein Selbstläufer ist dies jedoch nicht.“ Ein hohes Sicherheitsniveau im öffentlichen Nahverkehr bedürfe weiterer Investitionen. Auch der Umstieg auf das Fahrrad müsse mit Investitionen in die Verkehrssicherheit flankiert werden. „Sichere und ausgebaute Radwege sind nicht nur ein Anreiz, mehr Rad zu fahren, sondern tragen auch dazu bei, die Belastung für die Sozialversicherung durch Radunfälle zu senken.“